Gelenkschmerzen
Knie, Hüfte, Schulter, vielmehr deren Gelenke, sind die Schwachpunkte des menschlichen Körpers, da sie verschleißen können. Das führt nicht selten zu starken, gar unerträglichen Schmerzen.
Gelenke haben, das beschreibt ihre Bezeichnung ja schon, die Funktion, die Körper flexibel zu machen. Jede Art der Bewegung wäre unmöglich, gäbe es nicht diese kleinen Bausteine, die dafür sorgen, dass das Knochengerüst beweglich ist. Leider bietet genau das die Schwachstellen.
Der wichtigste Teil des Gelenks ist die Knorpelschicht, die verhindert, dass zwei Knochen aufeinander reiben. Durch starke Belastung, z.B. langjährige Tätigkeit mit hoher körperlicher Belastung, aber auch einige Sportarten können dafür verantwortlich sein, dass sich diese Schicht abnutzt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Gelenkschmerzen mitnichten, wie es im Volksmund häufig heißt, ein Problem der Älteren sind.
Während umgangssprachlich der Begriff „Rheuma“ für alle schmerzenden Gelenke und Knochen verwendet wird, kennt die Medizin unter diesem Begriff mehr als 400 verschiedene Krankheitsbilder, alle mit ähnlichen Symptomen: fließende, ziehende und reißende Schmerzen der Gelenke.
Rheuma ist eine autoimmune Erkrankung des Bewegungsapparates. Das bedeutet, dass, ähnlich wie bei Allergien, das Immunsystem einer Fehlsteuerung unterliegt und Stoffe produziert, die chronische Entzündungen hervorrufen, was alles nur noch schlimmer macht.
Diese Krankheit bricht in der Regel zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr, oder aber jenseits der 60 aus, was jedoch nicht bedeutet, dass nicht jede Altersgruppe, sogar Kleinkinder, gefährdet ist.
Der Rheumatiker, hier nur ein generischer Maskulin, denn Frauen sind etwa dreimal so häufig von rheumatischen Beschwerden befallen, als dass es Männer sind, leidet vor allem am Morgen unter starken Schmerzen, die im Laufe des Tages nachlassen. Wichtig bei der Behandlung von Rheuma ist, dass trotz Schmerzen die Gelenke bewegt werden um so bleibende Fehlstellungen oder Versteifungen des Skeletts zu vermeiden.
Eine andere, häufig mit starken Gelenkschmerzen einhergehende Krankheit ist die Arthrose. Sie ist die weltweit verbreitetste Erkrankung der Gelenke und es wird geschätzt, dass etwa 10 Prozent der Deutschen unter ihr und ihren Symptomen leiden.
Bei der Arthrose kommt es zur Abnutzung und einem Knorpelverschleiß an den Gelenken und der Wirbelsäule. Die dünne Knorpelschicht wird über kurz oder lang derart abgenutzt, dass die Knochen direkt aufeinander reiben und am Ende gar deformiert sind.
Neben körperlichen Anstrengungen bei Arbeit oder Sport und dem altersbedingten Verschleiß, zählt hierbei vor allem Übergewicht zu den Risiko- und Entstehungsfaktoren. Es sind vor allem die stark beanspruchten Gelenke von Knie, Hüfte und den Fingern, die von der Arthrose betroffen sind.
Die dritte bekannte Gelenkkrankheit ist die Gicht. Sie ist eine Stoffwechselerkrankung bei der im Körper übermäßig Harnsäure angehäuft wird. Die Kristalle der Harnsäure lagern sich dabei in den Gelenken ab. Bei einem Gichtanfall wird das einzelne Gelenk brennend heiß, rot und schwillt an. Die Schmerzen sind zumeist unerträglich und machen das Laufen unmöglich.
Risikofaktor für die Gicht sind vor allem reichliches, fettes Essen und der Konsum von Alkohol.
